Freitag, 3. Juli 2015

Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 4: Endspurt und Ergebnisse

Das sagt die Waage


Nach 20 Tagen Training habe ich mich auf die Waage gestellt. Die schlechte Nachricht: Ich werde am Ende der Challenge vermutlich nicht 5 Kilo leichter sein. Die gute Nachricht: Ich bin mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden! Ich habe jetzt etwa ein Kilo weniger auf der Waage als zu Beginn des Programms. Warum nur so wenig? Ich ernähre mich zwar gesund, aber wer jeden Tag Motivation zum Sport aufbringen muss, tut sich eventuell schwer damit, sich nicht hin und wieder mit einem (oder zwei) Schokokeksen zu belohnen. Es gab in den letzten Wochen Geburtstage und Betriebsfeiern, bei denen ich ganz entspannt gegessen habe und es gab einen Tag, an dem ich krank im Bett lag und Kekse verputzt habe. Das ist der erste Grund, warum ein Kilo weniger gar nicht schlecht ist. Der zweite und viel wichtigere: Egal, welche Zahl mir die Waage anzeigt, die Ergebnisse sind sichtbar! Während ich aktuell Arme und Oberschenkel bewundere, sagt mein Mann, dass auch meine Taille schmaler geworden ist. Wer braucht 5 Kilo weniger auf der Waage, wenn er besser in Form ist?



Sichtbare Ergebnisse


Während ich an Tag 22 schon Land in Sicht sehe, ist mein Mann bei Tag 6 angelangt – und er flucht noch lauter als ich am Anfang. Aber die Ergebnisse lassen sich nicht wegdiskutieren: Seine erste Woche war die Bauchwoche und seine Bauchmuskeln sind schon nach der kurzen Zeit beneidenswert! Seine Ausgangssituation war allerdings besser als meine: Er hat nicht wie ich einen kleinen Schwimmring um den Bauch, der die Bauchmuskeln versteckt. Mein großer Bauchauftritt kommt also bestimmt noch!

Als die letzte Woche anbricht, sagt mein Mann zu mir: „Der untere Teil deiner Oberschenkel (dort schmerzt die Beinbizeps-Übung am meisten!) ist jetzt so definiert, dass der obere Teil dick aussieht.“ Ich muss kurz nachdenken, ob das gut oder schlecht ist. Beschließe dann aber, es als Erfolg zu verbuchen. Jetzt muss ich also nur noch dem oberen Teil meiner Schenkel den Kampf ansagen und – zack – habe ich Storchenbeine.

Ich komme auch erst jetzt zum ersten Mal auf die Idee, mir meinen Hintern im Spiegel anzuschauen und bin begeistert über das, was ich sehe: Nach dem Oberarmbizeps, den Beinen und der Taille ist auch mein Po flacher geworden. Und was ich tatsächlich nie für möglich gehalten hätte: weniger Cellulite! Ich dachte immer, dagegen sei kein Kraut gewachsen, aber der Effekt ist sichtbar!

Spürbar ist auch meine verbesserte Kondition: in der letzten Woche mache ich von allen Übungen mehr Wiederholungen als vorgegeben. Sind die Übungen in dieser Woche tatsächlich besonders leicht oder bin ich einfach besser in Form?

Was passiert nach der Challenge?


Das bringt mich zu der Frage: Wie geht es nach 30 Tagen weiter? Klar ist: Es muss weitergehen! Selbst mein Mann sagt: „Du kannst jetzt nicht damit aufhören.” Aber 6 mal die Woche ist mir auf Dauer doch zu viel. Außerdem vermisse ich Yoga und Pilates und Ausdauertraining. Deshalb bastle ich mir jetzt einen neuen Plan. Ich werde mir aus meinen 30 Tagen ein paar schöne Übungssets aussuchen und die mit Yoga, Pilates, Walking und was mir sonst noch so einfällt, kombinieren. Ob ich das wirklich durchziehe, wenn keine Challenge mehr dahinter steht?

Mehr zur 30-Tage-Body-Challenge gibt es hier:






Info:

Das Buch Die 30-Tage-Body-Challenge: Bauch, Beine, Po & Arme erscheint am 19. August im TRIAS-Verlag und ich durfte das Trainingsprogramm vorab testen. Mein Erfahrungsbericht wurde in das Buch aufgenommen, deshalb ist die Challenge inzwischen abgeschlossen. Ich habe das Workout also nicht während meiner Schwangerschaft absolviert, das hätte ich dem Mini-Cheesecake nicht zumuten wollen. Allerdings denke ich schon darüber nach, wann ich die Trainingspläne nach der Schwangerschaft hervorkramen kann, um nach der Geburt wieder ein bisschen in Form zu kommen...

Foto: muench-lichtbildnerei.com

Freitag, 26. Juni 2015

Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 3: Die Challenge ist ansteckend!

Ich wünschte, ich könnte im Stehen pinkeln. Ernsthaft. Obwohl das Trainingsset in Woche 2 recht harmlos daherkam (am Anfang halten sich die Wiederholungen ja immer in Grenzen), habe ich ganz fiesen Muskelkater in Po und Oberschenkeln. In die Hocke zu gehen ist fast unmöglich. Das heißt, Dinge, die sich in unteren Schubladen befinden, können heute nicht verwendet werden. Aber ich habe gehört: Gegen Muskelkater hilft Bewegung! Dann trifft es sich ja gut, dass ich heute Abend wieder trainiere. Bäh.




Trotz Jammern ist die tägliche Trainingseinheit inzwischen fest in meinen Alltag integriert, aber hin und wieder befinde ich mich doch in einem Dilemma: es ist Sommer und ich will nach der Arbeit spontan in den Biergarten. Schöne Idee. Aber Moment … wann absolviere ich dann meine Trainingseinheit? Training nach dem Biergarten? Total blöd! Also fahre ich nach der Arbeit zähneknirschend nach Hause, um mein Work-out zu machen und denke mir: Was für ein blöder Monat für eine Challenge. Aber natürlich gibt es in jedem Monat Events, die meinem Trainingsplan im Weg stehen, deshalb muss ich lernen, beides unter einen Hut zu kriegen. Also trainiere ich und gehe anschließend in den Biergarten.

Das erste Ergebnis


„Fass mal hier an!“ rufe ich meinem Mann zu und halte ihm meinen angespannten Oberarm unter die Nase. 11 Tage und ich bilde mir ein, dass ich jetzt tatsächlich eine Veränderung spüre. Ich spanne nochmal meinem Oberarm und kann kaum glauben, was ich fühle und sogar sehe: richtige Muskeln! Meine Arme waren schon immer eher schwächlich und ein bisschen unförmig und plötzlich scheinen sie definierter. Auch mein Mann zeigt sich beeindruckt, vielleicht nur, weil er mich weiter motivieren will, vielleicht aber doch, weil er es auch sieht. Das erste große Erfolgserlebnis. Und damit geht das Training viel leichter von der Hand! Ich habe das Gefühl, dass sich meine Kondition verbessert hat. Treppensteigen ist plötzlich ganz easy, ich bin nach der Arbeit nicht mehr so erschöpft und ich absolviere das Training leichter. Die Hälfte der Challenge ist um und ich beschließe, dass es Zeit für eine Belohnung ist. Wer 6 mal die Woche Sport macht, braucht auch viele schicke Sporttops und Shorts (passend zu den Schuhen), deshalb widme ich mich ausgiebig dem Internetshopping und bestelle ein paar fesche neue Sportoutfits.

Überraschung: Die Challenge ist ansteckend!


„Schatz, kannst du mir mal deinen Trainingsplan rauslegen?”, fragt mein Mann mich doch tatsächlich ganz unschuldig beim Abendessen an Tag 17. Sein Lauftraining sei ja ganz gut, aber so ein bisschen was für die Bauchmuskeln würde ihn auch interessieren. Mein Mann will mitmachen und ich bin begeistert! Das ist fast so, als würde er mal Highheels tragen oder sich die Beine epilieren. Soll er ruhig sehen, wie anstrengend so ein Bauch-Beine-Po-Arme-Programm ist. Ich lache mir ins Fäustchen und gebe ihm ganz unschuldig den Trainingsplan ...

Wie angekündigt will ich während der 30-Tage-Challenge auch besonders auf meine Ernährung achten, deshalb habe ich mir bei Pinterest ein Inspirationsboard mit vielen leckeren, leichten Gerichten zusammen gestellt: light and healthy

Mehr zur 30-Tage-Body-Challenge gibt es hier:

Foodbloggen und Hüftgold – ein Tabuthema?
Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 1: "Ich sollte mehr Sport machen"
Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 2: Challenge accepted!





Info:

Das Buch Die 30-Tage-Body-Challenge: Bauch, Beine, Po & Arme erscheint am 19. August im TRIAS-Verlag und ich durfte das Trainingsprogramm vorab testen. Mein Erfahrungsbericht wurde in das Buch aufgenommen, deshalb ist die Challenge inzwischen abgeschlossen. Ich habe das Workout also nicht während meiner Schwangerschaft absolviert, das hätte ich dem Mini-Cheesecake nicht zumuten wollen. Allerdings denke ich schon darüber nach, wann ich die Trainingspläne nach der Schwangerschaft hervorkramen kann, um nach der Geburt wieder ein bisschen in Form zu kommen...

Zeichnung: Die wunderbare Zeichnung habe ich meiner lieben und talentierten Kollegin Anja Jahn aus Stuttgart zu verdanken.

Sonntag, 21. Juni 2015

Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 2: Challenge accepted

Nachdem ich mich immer wieder mit dem Thema "Foodbloggen und Hüftgold" beschäftigt habe, musste ich einfach mal was ändern und habe mich an meine erste Challenge gewagt: die 30-Tage-Body-Challenge. Ein Fitnessprogramm, dass mich 30 Tage begleitet. Unkompliziert von zuhause aus. Nur 20 Minuten am Tag. Klingt doch eigentlich ganz easy, oder?

Wie ich dazu kam und worum es in der Challenge genau geht, könnt ihr hier nochmal nachlesen: das ist die 30-Tage-Body-Challenge. Die Kurzfassung ist: ich dachte mir – wie so oft –, dass ich doch wirklich mal wieder mehr Sport machen könnte. Dann hat der TRIAS-Verlag mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihre neue 30-Tage-Body-Challenge zu testen. Sie würden das Programm nämlich gerne von jemandem testen lassen, der "nicht so sportlich" sei. Und damit meinten sie mich. Das hat meinen Ehrgeiz gepackt. Also habe ich mir neue Sportschuhe gekauft und losgelegt:

Die Challenge beginnt


Ich bin richtig motiviert. Schließlich habe ich neue Schuhe. Der erste Challenge-Tag ist ein Sonntag, ich habe nichts weiter vor, es regnet und ich habe sowieso schon eine Jogginghose an – ein perfekter Tag also, um mit einer Fitness-Challenge zu starten. Ich denke mir „Wenn schon, denn schon“ und nehme gleich das Komplettprogramm: Bauch, Beine, Po und Arme sollen bearbeitet werden  und jede Woche habe ich einen anderen Schwerpunkt. Aber ein kleines bisschen Bammel habe ich doch, mich mit 30 Tagen Sport am Stück zu übernehmen. Bei der Wahl der Schwierigkeitsstufe entscheide ich mich deshalb vorsichtshalber für das Anfänger-Programm. Ich mache zwar regelmäßig Yoga und Pilates, aber ich rede hier nicht von Kopfständen und komplizierten Drehungen, sondern von Anfängersets, die ich jederzeit unterbrechen kann, wenn es brenzlig wird. Und ich rede von Ausdauertraining auf dem Crosstrainer, bei dem ich nebenher in der Gala blättern kann. Mit so vielen Pausentagen, wie ich möchte. Mit der Challenge ist diese Art von „Sport“ jetzt vermutlich vorbei, aber genau das ist das Spannende an einer Challenge: ein festgelegtes Trainingspensum über einen festegelgten Zeitraum.Ohne Ausreden. Oh je. Ich denke, mit dem Anfänger-Programm liege ich richtig.

Der Trainingsplan steht und sagt mir genau, was ich die in dieser Woche zu tun habe. Ich spucke also in die Hände und lege los...

Zeichnung: Anja Jahn, Stuttgart




Die erste Woche


Nach meinem ersten Training habe ich Muskelkater. Aber nicht diesen gemeinen „Ich-kann-meine-Arme-nicht-über-den-Kopf-heben“-Muskelkater, sondern einen, der sich ganz gut aushalten lässt.  Doch machen wir uns nichts vor: ich habe die ersten Übungen mit gemütlichen 15 Wiederholungen gemacht, bis zum Ende der Woche sollen es dann aber 50 werden. Das ist eine andere Hausnummer. Aber jetzt schon aufgeben? Auf keinen Fall! Am dritten Tag komme ich zum ersten Mal an meine Grenzen und am vierten Tag ist meine Schulter so verspannt, dass ich gerne pausieren würde, aber: Challenge ist Challenge und von nichts kommt nichts!

Am fünften Tag das erste Erfolgserlebnis: das Training hemmt meinen Appetit. Normalerweise bin ich abends ziemlich ausgehungert und es kommt vor, dass ich die Kühlschranktür öffne, noch bevor ich die Jacke ausgezogen habe. Da ich jetzt nach der Arbeit aber immer zuerst Sport mache, bleibt der Kühlschrank erstmal zu (wer mal versucht hat, mit vollem Bauch 50 Crunches zu machen, weiß warum). Und nach dem Sport? Da ist der Appetit zwar noch da, aber der fiese Heißhunger hat sich beruhigt und ich kann mich ganz entspannt in die Küche stellen und mein Ernährungskonzept-konformes Abendessen zaubern. Wenn das nicht genial ist!

Trotzdem fluche und schwitze ich mich durch das Programm der ersten Woche, die Anzahl der Übungen steigt bis zum Ende der Woche kontinuierlich und meine Motivation variiert von Tag zu Tag.

Eine Woche ist geschafft! Und während ich stolz wie Oskar diesen Mini-Meilenstein feiere, scheint die neue Sportlichkeit auf die Menschen in meiner Umgebung abzufärben: Mein Mann geht jetzt jeden Tag laufen, seit ich auch jeden Tag Sport mache (vielleicht auch, weil er mein Fluchen beim Trainieren nicht hören will). Freunde und Kollegen fragen inzwischen nach diesem Programm und immer wieder höre ich: „30 Tage? Ja, das klingt machbar.” Ich sonne mich in der Aufmerksamkeit und denke mir: 30 Tage klingen machbar? Wenn die wüssten! Ich habe erst eine Woche hinter mir und ich schwitze, stöhne und fluche. Die Zeiten, in denen ich auf dem Crosstrainer gemütlich in Zeitschriften geblättert habe, sind definitiv vorbei.

Damit ich auch wirklich gut in Form komme, will ich während der 30 Tage auch besonders auf meine Ernährung achten (keine Verbote, aber viel Obst und Gemüse, viel Vollkorn, viele Proteine und wenig Fett). Bei Pinterest habe ich mir ein Inspirationsboard mit vielen leckeren, leichten Gerichten zusammen gestellt: light and healthy

Mehr zur 30-Tage-Body-Challenge gibt es hier:

Foodbloggen und Hüftgold – ein Tabuthema?
Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 1: "Ich sollte mehr Sport machen"





Info:

Das Buch Die 30-Tage-Body-Challenge: Bauch, Beine, Po & Arme erscheint am 19. August im TRIAS-Verlag und ich durfte das Trainingsprogramm vorab testen. Mein Erfahrungsbericht wurde in das Buch aufgenommen, deshalb ist die Challenge inzwischen abgeschlossen. Ich habe das Workout also nicht während meiner Schwangerschaft absolviert, das hätte ich dem Mini-Cheesecake nicht zumuten wollen. Allerdings denke ich schon darüber nach, wann ich die Trainingspläne nach der Schwangerschaft hervorkramen kann, um nach der Geburt wieder ein bisschen in Form zu kommen...


Zeichnung: Die wunderbare Zeichnung, auf der ich mich und meinen "Schweinehund" sehr gut wiedererkenne, habe ich meiner lieben und talentierten Kollegin Anja Jahn aus Stuttgart zu verdanken.

Montag, 15. Juni 2015

Die 30-Tage-Body-Challenge Teil 1: "Ich sollte mehr Sport machen"

Letzte Woche habe ich es zugegeben: das Foodbloggen schlägt mir auf die Figur. New York Cheesecake, Eiscreme und Co. wollen einfach nicht spurlos an meinen Hüften vorbeigehen. Manchmal bin ich deshalb ganz entspannt und genieße ohne Reue und manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen und ich fühle mich nicht so wohl in meiner Haut.

Ich bin richtig überrascht und total glücklich über das viele Feedback zu "Foodbloggen und Hüftgold – ein Tabuthema?". Vielen Dank für die Diskussionen zum Thema und für viel verständnisvolles Nicken :) Ich freue mich, dass ich mit meinen Gedanken nicht allein bin und dass viele von euch auch Kuchenrezepte halbieren und trotz Backblog versuchen, auf gesunde Ernährung zu achten. Auch wenn das bedeutet, dass man nicht jede Woche ein neues Kuchenrezept in petto hat und stattdessen auch mal Salatphasen auf dem Blog thematisiert – denn in einem Punkt waren sich alle einig: ohne Authentizität funktioniert ein Blog nicht und deshalb sollte auch nur gebloggt werden, was man wirklich isst!

In der Theorie ist die Lösung für das Hüftgold-Problem ja ganz einfach: gesunde Ernährung und Sport. Wenn ich Kuchen und Gebäck eine Weile vom meinem Speiseplan streiche, habe ich meine Ernährung eigentlich ganz gut im Griff, weil ich sehr gerne Obst und Gemüse esse, aber mit dem Sport habe ich so meine Probleme.

"Ich sollte mehr Sport machen."


„Ich sollte mehr Sport machen.“ Inzwischen kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich diesen Satz schon gesagt habe. Theoretisch habe ich schon Interesse daran, Sport zu machen und fit zu bleiben, aber meistens hapert es an der Umsetzung. Und vor allem am Durchhalten. Schließlich habe ich immer sooo viel zu tun, wann bleibt da bitte schön Zeit für Sport?

Außerdem tue ich mich nicht gerade leicht damit, „meinen Sport“ zu finden. Laufen gehen funktioniert nicht regelmäßig, weil es für mich dann immer gerade zu heiß, zu kalt, zu nass oder zu dunkel ist. Schwimmen mag ich gerne, aber das ist mir insgesamt zu zeitaufwendig. Ich mag die Kurse im Fitnessstudio, aber ich mag nicht die vielen Leute um mich herum und auch nicht die festen Termine. Ich will flexibel trainieren können, manchmal morgens um 5 Uhr, wenn ich aufstehe, manchmal Sonntag mittags, eben immer dann, wenn mir danach ist. Deshalb habe ich schon vor einiger Zeit damit angefangen, zu Hause zu sporteln (meine Empfehlung: die Kurse von Happy and Fit auf Youtube – egal ob Yoga, Pilates, Fitness oder Dance, es ist für jeden was dabei). Ein bisschen Yoga und Pilates und ein bisschen Aerobic – damit bin ich richtig happy. Und trotzdem muss ich mich immer wieder neu motivieren. Gerade schleichen sich wieder längere sportfreie Phasen ein, die sich in Kraft, Kondition und auf den Hüften bemerkbar machen. Mein aktueller Fitnessstatus ist demnach durchaus ausbaufähig. Höchste Zeit also für ein neues Projekt. 



Die 30-Tage-Body-Challenge


Ich brauche neuen Input und vor allem: ich brauche einen Plan. Deshalb habe ich mich an meine erste Challenge gewagt. Das Versprechen: ein sichtbares und fühlbares Ergebnis in 30 Tagen mit nur 20 Minuten Training am Tag – und das alles bequem vom zuhause aus. Ich bin skeptisch, aber doch neugierig. 30 Tage klingen irgendwie überschaubar. Und – hey – ich habe nicht zu verlieren, also ran an den Speck.

"Wir suchen jemanden, der nicht so sportlich ist"


Was ist das überhaupt für ein Programm? Die 30-Tage-Body-Challenge wurde von der Fitnesstrainerin Hildegard Rebsch entwickelt und erscheint am 19. August 2015 als Buch im TRIAS-Verlag. Und der TRIAS-Verlag dachte sich, es wäre doch spannend, die Challenge vorab einmal testen zu lassen – am besten von jemandem, der nicht so sportlich ist. Tja, und da kam ich dann ins Spiel.

Aber mit der Anfrage war mein Ehrgeiz gepackt! Ich wollte doch ohnehin mehr Sport machen. Und 30 Tage – bitte – das muss doch machbar sein! Also habe ich die Challenge für euch getestet und schreibe euch ehrlich und frei von der Leber weg meine Erfahrungen und meine Meinung dazu.

Die Idee hinter der Challenge: man wählt seine persönlichen Problemzonen (Bauch, Beine, Po, Arme), entscheidet sich für "Anfänger" oder "Fortgeschrittene" und pickt sich einen der 30 Tage umfassenden Trainingspläne aus dem Buch heraus. Jede Woche steht eine andere Problemzone im Vordergrund und jeden Tag steigert sich die Anzahl der Wiederholungen. Was mir gefällt: die Übungen können zuhause ohne Vorkenntnisse und ohne besonderes Equipment durchgeführt werden (ich empfehle aber, beim Trainieren Sportschuhe zu tragen und eine rutschfeste Sportmatte als Unterlage zu verwenden).

Damit ja keine Langeweile aufkommt, habe ich mich bei der Auswahl der Challenge gleich für das „Rundum-Sorglos-Paket“ entschieden: Bauch, Beine, Po und Arme sollen trainiert werden. Wenn schon, dann richtig. Ich habe nicht die eine klassische Problemzone, aber wenn ich so an mir runter schaue, könnte alles ein bisschen mehr Aufmerksamkeit vertragen.

Und damit ich in 30 Tagen wirklich top in Form komme, habe ich die Challenge mit einer Ernährungsumstellung begleitet. Ich sage bewusst „Ernährungsumstellung“, da ich von Diäten nicht viel halte. Ich komme zum Beispiel nicht klar mit strengen Vorgaben wie bei Low Carb-Diäten, weil ich ohne Kohlenhydrate fürchterlich schlechte Laune kriege. Deshalb gab es bei mir keine Verbote, sondern nur ein paar Regeln: Obst und Gemüse satt. Kohlenhydrate in Maßen. Viel Vollkorn. Viel gesundes Eiweiß. Weniger Fett. Und ganz wenig Zucker. Fertiggerichte kommen bei mir sowieso nie in die Tüte, deshalb geht es nur darum, ausgewogener und bedachter zu kochen – und wieder ein bisschen auf Kuchen zu verzichten.

Habt ihr jetzt auch Lust?


Wenn ihr jetzt auch Lust habt, euch in eure Sportschuhe zu werfen, bleibt dabei und lest hier in den nächsten Wochen, wie es mir während der 30 Tage ergangen ist und welchen Effekt die 30-Tage-Body-Challenge hatte.

Zu Beginn eines neuen Projekts bin ich immer hoch motiviert. Und wer hoch motiviert ist, darf sich auch gleich zu Beginn belohnen, finde ich. Deshalb habe ich das Projekt mit einem Paar neuer Sportschuhe gestartert. Eine Challenge, die mit neuen Schuhen beginnt, muss doch funktionieren.






Info:

Das Buch Die 30-Tage-Body-Challenge: Bauch, Beine, Po & Arme erscheint am 19. August im TRIAS-Verlag und ich durfte das Trainingsprogramm vorab testen. Mein Erfahrungsbericht wurde in das Buch aufgenommen, deshalb ist die Challenge inzwischen abgeschlossen. Ich habe das Workout also nicht während meiner Schwangerschaft absolviert, das hätte ich dem Mini-Cheesecake nicht zumuten wollen. Allerdings denke ich schon darüber nach, wann ich die Trainingspläne nach der Schwangerschaft hervorkramen kann, um nach der Geburt wieder ein bisschen in Form zu kommen...


Ihr kennt den TRIAS-Verlag nicht? Schaut mal auf der TRIAS-Homepage oder auf der Pinterest-Seite von TRIAS – mich begleiten gerade ganz aktuell vor allem auch die Themen rund um die Schwangerschaft :)


Foto: muench-lichtbildnerei.com






Freitag, 12. Juni 2015

Foodbloggen und Hüftgold – ein Tabuthema?

Mal ganz ehrlich...


Hand aufs Herz: plagt euch auch hin und wieder das schlechte Gewissen, wenn nach einer ausschweifenden Kuchenorgie die Hose spannt? Oder ihr wieder das ganze Wochenende in der Küche verbracht und Löffel abgeschleckt und Teller ausgeleckt habt?

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kochen und Backen, aber heute bin ich mal ganz ehrlich: leider tue ich das oft auf Kosten meiner Figur.

Wenn ich das Thema vorsichtig bei anderen Foodbloggern angeschnitten habe, reichten die Reaktionen vom verständnisvollen Nicken bis zu hochgezogenen Augenbrauen und ungläubigem Kopfschütteln. Schließlich sind wir Foodblogger, backen Törtchen, kochen und schlemmen, da darf Hüftgold doch kein Thema sein. Oder?

Vielleicht bin ich schwach, aber Bilder von engelsgleichen gertenschlanken Foodbloggern und Foodbloggerinnen treiben mir an manchen Tagen schon die Tränen in die Augen...

Ich war schon bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe keine Größe 36, aber ständig in der Küche zu stehen und neue Rezepte zu testen, macht es mir auch nicht gerade leichter, mein Gewicht zu halten. Was ist die Lösung? Das Kochen und Backen und das Bloggen aufgeben? Auf keinen Fall! Kochen, Backen und Essen machen mich glücklich! Trotzdem ist es mir wichtig, fit und gesund zu bleiben und mich in meiner Haut wohlzufühlen – und deshalb muss ich hin und wieder auf die Bremse treten. Aufmerksame Blogleser merken vielleicht, dass es meist ab Januar weniger Gebäck und dafür mehr Salat gibt. Ich habe also immer wieder Phasen im Jahr, in denen ich auf Süßes verzichte und auch sonst versuche, mich gesund und ausgewogen zu ernähren. Ist das bei euch auch so?



Aber: gesunde Ernährung ist nicht alles. 


Wir haben es immer geahnt: wer wirklich in Form kommen will, muss auch Sport machen. Vielleicht habt ihr es schon gehört: Sitzen ist angeblich das neue Rauchen (sagte man uns im Frühling zumindest auf den Medizinkongressen). Um Bewegung kommt man also nicht drumrum.

Sport passt jetzt meist nicht so gut in meinen Tagesplan (wir sind doch alle sooo beschäftigt!), aber ich  will gerne fitter werden – und verspreche mir, dass ich mir mit mehr Bewegung auch das eine oder andere Törtchen verdienen kann.

Außerdem rede ich hier jetzt nicht nur vom Abnehmen, sondern auch davon, dass ich nicht völlig aus der Puste sein will, wenn ich statt dem Aufzug die Treppe in den dritten Stock nehmen muss. Davon, dass mir nach einem langen Tag im Büro nicht immer der Rücken weh tut. Und ganz allgemein vom Sich-in-der-Haut-wohlfühlen.

Und deshalb wage ich mich an meine erste Challenge. Viele von euch haben es schon mit der 30-Tage-Challenge "Vegan for fit" probiert, grüne Smoothies getrunken oder Paleo ausprobiert. An einen Nudel- und Brot-freien Speiseplan traue ich mich nicht ran, weil Kohlenhydrate maßgeblich für mein Wohlbefinden zuständig sind und mit rein veganer Ernährung kann ich mich auch nicht so richtig identifizieren. Eigentlich habe ich in den kuchenfreien Phasen meine Ernährung sogar ziemlich gut im Griff. Deshalb habe ich einen Weg gesucht, wie ich an meiner Schwachstelle arbeiten kann – und das heißt konkret: ich muss mehr Sport machen!

Wie das aussieht? Das erzähle ich euch in wenigen Tagen.

Vorher würde mich aber interessieren: plagt euch dieses schlechte Gewissen auch manchmal, wenn ihr in den vielen wunderbaren Rezepten schwelgt und an New York Cheesecake mit Oreo-Keksen, Erdnussbuttereiscreme und kleinen Himbeerschokoladentörtchen mit flüssigem Karamellkern denkt? Oder bin ich damit ganz alleine?


Sonntag, 7. Juni 2015

Blue or Pink? What do you think?

Der Mini-Cheesecake bekennt Farbe


Heute verrate ich euch, ob der Mini-Cheesecake ein Mädchen oder ein Junge wird. Seid ihr gespannt?
Dann mal los. Blue or Pink? What do you think?


Trommelwirbel....


....Tadaaaaa



 

Wir erwarten im Sommer einen kleinen Jungen. Und wir freuen uns wie verrückt! Das Bubenzimmer erhält gerade den letzten Schliff und dann kann der kleine Mann kommen. Bis dahin essen wir Kuchen. Zum Beispiel Erdbeer-Kokos-Muffins mit Schokolade. Und trinken Rhabarbersaftschorle. Ob ich immer noch Zeit zum Backen habe, wenn der Mini-Cheesecake da ist? Ich bin gespannt...




Donnerstag, 4. Juni 2015

Sushi in der Schwangerschaft? Na klar!

Ich. Liebe. Sushi. Wirklich sehr. 


Wenn ich mir was zu essen wünschen darf, entscheide ich mich in 9 von 10 Fällen für Sushi. Deshalb dachte ich mir schon, dass der Verzicht auf Sushi in der Schwangerschaft ein klitzekleines bisschen schwer für mich werden wird. Und tatsächlich: Sushi links liegen zu lassen war für mich am Anfang sogar noch schwerer, als auf Alkohol zu verzichten – und ich trinke wirklich gerne!

Schnell war klar, dass ich mir was einfallen lassen muss. Und siehe da: Sushi geht auch ohne rohen Fisch und ist trotzdem sehr lecker. Die vegetarische Variante in Restaurants besteht manchmal nur aus Gurke und Avocado, das ist dann ein bisschen fad. Aber glücklicherweise gibt es in Stuttgart Restaurants wie das Origami, die ganz wunderbare vegetarische Sushi-Varianten anbieten, wie z.B. mit grünem Spargel und Paprika-Tempura, Gurke und Avocado werden mit Minze und Koriander aufgepeppt und es gibt auch Maki mit Hähnchen, das fein gewürzt und natürlich durchgebraten ist.


vegetarisch


Außerdem mache ich Sushi sowieso auch gerne zuhause (wenn ihr euch bisher noch nicht an selbstgemachtes Sushi getraut habt: es ist wirklich ganz einfach!) und inzwischen habe ich einige feine schwangerschaftstaugliche Variationen entwickelt.

Schwangerschaftstaugliche Sushi-Füllungen:


  • Gekochte Krabben
  • Japanisches Omelett 
  • Mit Zitronen- oder Limettensaft gebratene Garnelen
  • Mit Knoblauch und Sojasauce gebratener Tofu
  • Dazu passen: Gurken, Karotten, Avocado, Kresse, Frischkäse, Sesam, Spargel, Paprika, Shiitake, Austernpilze, eingelegter Rettich,...

vegetarisch

Ich weiß, einige werden jetzt denken "Das hat doch  mit klassischem Sushi nichts mehr zu tun!" Mag sein. Aber für mich als Sushi-Junkie sind diese Variationen perfekt, um meinen Sushi-Jieper in der Schwangerschaft zu stillen.

Euer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und erlaubt ist, was schmeckt! In diesem Sinne: lasst euch Sushi ruhig auch in der Schwangerschaft schmecken!

vegetarisch


P.S. Unsicher bin ich übrigens bei Surimi. Ich weiß, das Zeug ist gepresstes Krebsfleischimitat und wer weiß, was da wirklich drin ist (mein Mann nennt Surimi deshalb übrigens auch die "Lyoner des Meeres"), aber mir schmeckt das Zeug leider nunmal. Ich glaube, das Krebsfleischimitat ist gekocht, aber ich bin nicht ganz schlau geworden über genaue Zusammensetzung und Zubereitung, deshalb habe ich das in der Schwangerschaft mal vorsorglich von meiner Liste gestrichen. Kennt sich da jemand aus? Bin für Informationen dankbar :)


Freitag, 22. Mai 2015

{World of Sandwiches} Pulled Salmon im Laugenbrötchen

Pulled Pork war gestern, heute gibt es Pulled Salmon – gewürzter, gebratener Lachs, der sich fein zerrupft in ein Laugenbrötchen schmiegt. Klingt himmlisch? Ist es auch!

Mehr Sandwich-Kreationen findet ihr übrigens auf meinem Pinterest-Board World of Sandwiches oder hier:

The Italian: Büffelmozzarella, Pesto, Tomaten und Rucola
Der Orient-Express: Halloumi, Hummus und Minze
Monsieur Baguette: Ziegenkäse, Walnüsse, Trauben und Honig-Senf-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:

Pulled Pork, streetfood, Sandwich


  • 3 EL scharfe Chilisauce
  • 2 EL getrockneter Thymian
  • 1 EL Kumin
  • eine große Prise Salz
  • Saft von 2 Limetten
  • 2 EL Reisessig
  • etwas Sonnenblumenöl
  • 2 Wildlachssteaks
  • 1 Fenchelknolle
  • 1/2 Zitrone
  • 4 Laugenbrötchen
  • Barbecuesauce (wer die selbst machen will: Rezept folgt unten)


Zubereitung:


Den Backofen auf 160°C vorheizen. Chilisauce, Thymian, Kumin, Salz, Saft von 1 Limette und Reisessig vermischen und eine Auflaufform einfetten. Lachssteaks in die Form geben und großzügig mit der Würzsauce bedecken. Etwa 35 Minuten backen.

Wer die Barbecuesauce selbst machen will, setzt sie jetzt an (Rezept siehe unten). Währenddessen den Fenchel waschen und fein hobeln. Mit Zitronen- und Limettensaft und etwas Salz würzen. Die Laugenbrötchen aufschneiden und bei Bedarf toasten.

Den Lachs mit der Gabel oder den Fingern zerpflücken und auf das Brötchen geben. Fenchel und Barbecuesauce dazugeben, Deckel drauf und sofort servieren.

Rezept für Barbecuesauce:

Pulled Pork, Streetfood, Sandwich
Zutaten:



  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 EL Tomatenmark
  • 150 ml Apfelsaft (oder Wasser, dann aber etwas mehr Zucker nehmen)
  • 2 EL Rotweinessig
  • 4 EL Worcestershiresauce
  • 1 EL Senf
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1/2 TL Kumin
  • eine Prise Chilipulver
  • Salz und Pfeffer


Zubereitung:


Knoblauch und Zwiebel fein hacken und mit dem Olivenöl kurz anbraten. Zucker dazugeben und 1 Minute karamellisieren lassen. Alle anderen Zutaten dazugeben und 25-35 Minuten köcheln lassen.




Das Rezept für den Pulled Salmon Burger stammt aus der aktuellen Ausgabe von Sweet Paul, 2/2015, falkmedia living GmbH, Kiel.


Das Rezept für die Barbecuesauce stammt aus dem Buch "Ein Kuss aus der Küche", Edition Michael Fischer, Igling, 2014.



Pulled Pork, Sandwich, Streetfood, Barbecue

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