Sonntag, 26. April 2015

{World of Sandwiches} The Italian: Büffelmozzarella, Pesto und Rucola

Das Sandwich – viel mehr als nur ein belegtes Brot


Ich bin verrückt nach Essen auf die Hand. Essen für zwischendurch und unterwegs, eine ganze Mahlzeit zwischen zwei Brotscheiben, Snacks, Fingerfood, Canapes, Burger, Stullen, das ganze Programm. Es ist unkompliziert und so vielfältig, dass garantiert für jeden was dabei ist.

Zur Zeit hat es mir ganz besonders das gute, alte Sandwich angetan. Es gibt unzählige Variationsmöglichkeiten an Belag und Brotsorten und deshalb werde ich mich in der World of Sandwiches in nächster Zeit richtig austoben – ein Sandwich ist nämlich viel mehr als nur ein belegtes Brot.

Warum Sandwiches?


Schuld an meiner aktuellen Sandwich-Liebe ist unser letzter Kurztrip nach London. Ich war schon in New York in die Sandwichkette Pret A Manger verliebt, aber in London gibt es diese Filialen noch häufiger als Starbucks. Und da ich in London bereits mit dem kleinen Mini-Cheesecake im Bauch unterwegs war, musste immer etwas zu Essen in greifbarer Nähe sein :) Die Fastfoodkette hat mich wieder voll überzeugt (und manchmal vor der Unterzuckerung gerettet). Neben einer enormen Sandwich-Auswahl (alles frisch und ohne Konservierungsstoffe) gibt es auch Salate, Suppen, Kaffee, Obst, Smoothies und Süßigkeiten – alles was mein (Schwangeren-)Herz begehrt. Und da ich immer auf der Suche nach leckeren Snacks für meine tägliche Lunchbox bin, wollten wir zu Hause unbedingt selbst ein paar neue Sandwichkreationen entwickeln.

Ebenfalls inspiriert hat mich ein Gespräch mit Miri von Miris Jahrbuch, die gerade eine Signature-Sandwich-Serie auf ihrem Blog präsentiert: Sie kreiert individuelle Sandwiches für verschiedene Personen, indem sie vorab einen Fragebogen verschickt und kulinarische Vorlieben abfragt. Wie cool ist das bitte? Schaut euch zum Beispiel mal The Michael mit Bacon, Ziegenkäse, Portweinzwiebeln und Peperoni an. Das Sandwich ist also im Trend.

Ich starte heute weniger kreativ, aber nicht minder lecker mit einem italienischen Sandwich. Mozzarella, Pesto, Tomaten und Rucola waren schon immer ein gutes Team. Dass beste Zutaten beim Sandwich-Machen die halbe Miete sind, versteht sich von selbst. Nur weil wir Sandwiches essen, heißt das nicht, dass wir nicht weiterhin hervorragendes qualitativ hochwertiges Essen genießen :)

Zutaten für 4 Sandwiches:
Snack, auf die Hand, Streetfood, Brot, Stulle, Lunchbox



  • 4 große Scheiben Sauerteigbrot
  • Olivenöl zum Bestreichen
  • 1 Kugel Büffelmozzarella
  • eine Handvoll Tomaten  (ich würde eine kleine Sorte empfehlen, die nicht so viel Saft verliert, damit das Brot nicht matschig wird)
  • 1/2 Bund Rucola
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2-3 EL Pesto nach Wahl


Zubereitung:


Den Rucola waschen und trocken schleudern. Tomaten in Scheiben schneiden und Büffelmozzarella in kleine Stücke rupfen. Die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne rösten, bis sie Farbe annehmen. Dann die Brotscheiben halbieren und von beiden Seiten mit etwas Olivenöl bepinseln. Die Brotscheiben in eine Grillpfanne geben und ebenfalls rösten, bis sie Farbe angenommen haben.

Etwa 1 TL Pesto auf eine Brotscheibe geben, Rucola, Mozzarella, Tomaten und Pinienkerne darauf verteilen und mit einer zweiten Brotscheibe bedenken.

Snacks, auf die Hand, Streetfood, Stulle, Brot, Lunchbox



Sonntag, 12. April 2015

{Angegrillt} Feta-Rosmarin-Stangen mit Honig

Habt ihr am Wochenende auch den Grill angeworfen? Endlich isser da, der Frühling und wir konnten es kaum erwarten, auf unserem Mini-Balkon die ersten Würstchen zu wenden. Für mich gehört zum Grillen aber noch viel mehr als Wurst und Steak, weil ich gar nicht so der Fleischesser bin, deshalb brauche ich immer auch Salate, Grillgemüse, Brot und Dips – und da tut sich großes Rezeptpotential auf :)

Dieses Wochenende habe ich Feta mit Rosmarin und Honig auf Pizzateig gepackt und im Ofen gebacken (weil der Grill ja schon voll war). Wer mag, macht den Pizzateig selbst (und selbst gemacht schmeckt er auch wirklich besser!), aber wenn es schnell gehen muss, weil die Sonne auf dem Balkon so früh im Jahr schnell wieder verschwindet, dann darf es auch mal ein Fertigteig aus dem Kühlregal sein.

Fingerfood, auf die Hand, Snacks, Pizza

Zutaten:


Für den Teig:

  • 1/2 Würfel frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Zucker
  • 175 ml kalte Milch
  • 2 EL Olivenöl
  • 420 g Mehl
  • 1-2 TL Salz


Für den Belag:


  • 300 g Feta
  • 3-4 Zweige frischer Rosmarin
  • 100 g Mandelstifte
  • 2-3 EL Honig
  • Olivenöl


Zubereitung:


Hefe mit Wasser und Zucker verrühren und 5 Minuten gehen lassen. Milch und Olivenöl verrühren und die Hefemischung dazugeben. Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen und die Hefemischung dazugeben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine mehrere Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Ein paar Minuten ruhen lassen und dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen mehrere Minuten weiter kneten.

Eine Schüssel mit ein bisschen Olivenöl ausstreichen und den Teig hineingeben. Mit einem feuchten Gschirrtuch bedecken und den Teig an einem warmen Ort ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat (dauert etwa 1-2 Stunden).

Snacks, auf die Hand, Pizza


Den Backofen auf 220°C vorheizen. Teig dünn ausrollen und mit Olivenöl bestreichen. Den Feta zerbröseln und auf dem Teig verteilen. Mandelstifte auf den Feta geben. Den Rosmarin fein hacken und zusammen mit dem Honig auf dem Feta verteilen. Etwa 10 Minuten backen bis der Teig Farbe angenommen hat (kommt ein bisschen auf die Dicke des Teigs an).

Zum Servieren in schmale Streifen schneiden.

Fingerfood, Pizza, auf die Hand, Snacks


Das Teigrezept stammt von der wunderbaren Cynthia Barcomi: Cynthia Barcomi's Backbuch

Donnerstag, 2. April 2015

Übrigens – es gibt Neuigkeiten.

Für den Sommer steht in diesem Jahr ein größeres "Projekt" an, das erst einmal nicht ganz so viel mit den eigentlichen Blogthemen "Food and Travel" zu tun hat. Die Vorbereitungen und Auswirkungen des Projekts beeinflussen mein Blogverhalten aber doch stark (erst kalte Küche und keine Lust auf Süß, dann plötzlich nur noch Lust auf Süß und so weiter...), so dass unser Geheimprojekt langsam aber sicher gelüftet werden muss:

Wir erwarten im Sommer einen weiteren kleinen Esser im Hause New York Cheesecake und sind schon unheimlich aufgeregt, wie wir das Kind denn schaukeln werden.



Bis dahin überlegen wir uns, wohin die ganzen Backformen verstaut werden, weil das Zimmer mit den Back- und Fotografieruntensilien plötzlich voll ist mit lustigen Stofftieren und Spielsachen, Deckchen und Mützchen und jeder Menge anderem Kram, wir wälzen Bücher und Kataloge, sortieren neu und bauen um, stöbern auf Basaren, kaufen massenhaft Zeug – und wir freuen uns wie verrückt!

Ich hoffe, die Küche bleibt aufgrund der Aufregung nicht über lange Strecken kalt und ihr seid immer noch dabei, wenn es hier etwas weniger Rezepte (dafür aber vielleicht andere nette Dinge?) zu bewundern gibt.

Sonntag, 29. März 2015

{Zu Ostern} Karotten-Kuchen oriental mit Frischkäse-Honig-Frosting

Seid ihr schon startklar für Ostern und habt euch überlegt, was ihr in diesem Jahr Feines auf den Tisch bringt? Wenn ihr noch keine Ideen in petto habt, ist dieser orientalisch angehaucht Karottenkuchen à la Yotam Ottolenghi ein sehr guter Anfang :)

Das Rezept stammt aus dem Buch feinen Buch Das Kochbuch mediterran*orientalisch*raffiniert von Yotam Ottolenghi.

Carrot Cake, Yotam Ottolenghi, Frosting, Ostern



Zutaten für 6 -8 Personen (Springform mit 20 cm Durchmesser):



  • 160 g Mehl (Typ 405)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • eine Msp. gemahlene Nelken
  • 1 Ei (Größe L)
  • 1 Eigelb
  • 200 g Sonnenblumenöl
  • 270 g Zucker
  • 50 g Walnüsse, gehackt
  • 50 g Kokosraspel
  • 140 g Möhren, grob gerieben
  • 1 Prise Salz


Frischkäsecreme


  • 175 g Frischkäse, Doppelrahmstufe, Raumtemperatur
  • 70 g Butter
  • 35 g Puderzucker
  • 25 g Honig
  • 30 g Walnüsse, gehackt und geröstet

Zubereitung


Den Backofen auf 170°C vorheizen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser leicht fetten und mit Backpapier auslegen. Mehl mit Backpulver, Natron und den Gewürzen in eine Schüssel sieben, Ei und Eigelb in einer zweiten Schüssel verquirlen.

Öl und Zucker etwa 1 Minute schaumig schlagen, dann das verquirlte Ei hinzugeben und langsam weiter schlagen. Walnüsse, Kokosraspel und Möhren hinzufügen und zum Schluss die Mehlmischung unterheben. Nur noch leicht verrühren.

Eiweiß mit dem Salz in einer Schüssel steif schlagen und unter die Kuchenmasse heben, dabei nur ganz grob vermischen.

Teig in die Backform geben und etwa 1 Stunde backen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Kuchen fertig ist.

Für das Frosting Butter, Zucker und Honig zu einer leichten Masse aufschlagen und unter den Frischkäse rühren. Zum Kuchen servieren und mit gerösteten Walnüssen garnieren.

Carrot Cake, Yotam Ottolenghi, Ostern, Frosting

Sonntag, 22. März 2015

Matcha-Eis {ohne Eismaschine}

Rechtzeitig zur ersten Frühlingswoche starte ich mit der Eisproduktion. Auch in diesem Jahr wird bei uns übrigens wieder ohne Eismaschine Eis gezaubert. Ich habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, mir eine Eismaschine zuzulegen, aber auch ohne dieses sperrige Gerät schmeckt mein hausgemachtes Eis ganz famos, deshalb bleibe ich dabei und mache mein Eis weiterhin von Hand.

Schon seit einiger Zeit steht Matcha-Eis ganz oben auf meiner To-do-Liste und nachdem ich in meinem Goddie-Bag vom Reutlinger Foodbloggercamp ein kleines, feines Matcha-Büchlein entdeckt habe, das auch ein Eisrezept enthielt, stand meiner Eisproduktion nichts mehr im Wege.
Icecream, homemade, frozen yogurt, green tea

Am Superfood Matcha führt die Tage ja nichts mehr vorbei, deshalb sollte man zwei Dinge wissen, bevor man seine Desserts damit verfeinert:


  • Matcha schmeckt recht herb, deshalb sollte es für den Anfang vorsichtig dosiert werden
  • Matcha enthält Koffein (1 TL entspricht ungefähr einem Espresso). Wer also abends ein Matchadessert verspeist und empfindlich auch Koffein reagiert, darf sich nicht wundern, wenn der Schlaf auf sich warten lässt.


Davon abgesehen gilt Matcha als unheimlich gesund, da es viele Vitamine und Antioxidantien hochdosiert enthält – ihr könnt euer Dessert also ohne Reue genießen!



Zutaten für 4 Portionen:


  • 100 g Zucker
  • 80 ml Wasser
  • 2 EL Limettensaft
  • 1/2-1 EL Matchapulver (lieber mit etwas weniger beginnen und den Sirup dann abschmecken)
  • 3 TL Puderzucker
  • 150 ml Sahne, eisgekühlt
  • 250 g Naturjoghurt, Vollfett
  • Optional: schwarzer Sesam



Zubereitung:


Zucker, Wasser und Limettensaft in einer Kasserole erhitzen, bis alles eine sirupartige Konsistenz hat. Matchapulver mit einem Schneebesen einrühren. Sirup kurz im Kühlschrank abkühlen. Puderzucker sieben und Sahne steif schlagen. Puderzucker unter die steif geschlagene Sahne mischen.

Icecream, Frozen Yogurt, homemade

Joghurt mit Matchasirup vermischen und Sahne vorsichtig unterheben, Die Mischung sollte cremig und fest sein. 

Eis in einen großem Kunststoffbehälter füllen (das erleichtert das Rühren) und ins Gefrierfach stellen. Die Masse sollte jetzt 4-6 Stunden gefrieren und dabei etwa alle 30 Minuten umgerührt werden (mit einer Gabel, einem Schneebesen oder einem Pürierstab).

Das Eis vor dem Servieren kurz antauen lassen. Wer mag, kann das Matcha-Eis noch mit schwarzem Sesam garnieren.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Matcha – Der grüne Genuss" von Lene Knudsen, erschienen im Hädecke-Verlag 2015




Noch mehr Lust auf Eis? 


Wie wäre es mit selbstgemachtem Nutella- oder Erdnussbutter-Eis? Oder einem Erdbeer-Joghurt-Eis mit Basilikum und schwarzem Pfeffer? Klappt alles ganz ohne Eismaschine.

Samstag, 14. März 2015

Foodbloggercamp Reutlingen 2015: Es gibt Fleisch, Baby!

Während das Foodbloggercamp 2014 in Reutlingen noch unter dem Motto "supergeil" stand und damit mehr an eine Cheerleaderveranstaltung erinnert hat (was es trotz hohem Frauenanteil nicht war!), wurde dieses Jahr schon zur Begrüßung klar: es gibt Fleisch, Baby!

Denn während der Vorstellungsrunde und der Sessionplanung fielen Sätze wie "ich habe Wildschweinbratwurst mitgebracht" (Werner von Werner kocht Wild), "ich würde morgen Currywürste für alle machen" (Jay F Kay von it's a hoomygump), "zum Abendessen gibt es Alpenburger" (Ina von Feinschmeckerle) und "wir hätten da ja noch 6 Kilo Schweinebauch" (Frank von Chef de Cambuse)...

Außerdem waren die Herren von Grillson den ganzen Tag on fire und wollten Feines vom Grill präsentieren (und was für ein Grill das war! Habe meinem Mann ein Foto geschickt, der mich dann überreden wollte, das Ding heimlich in meiner Handtasche nach Hause zu schmuggeln. Ich hab zwar wirklich große Handtaschen, aber das war mir dann doch zu gewagt...)



Die Vegetarier und Veganer unter den Teilnehmern wurden schon ein bisschen bange, aber ich kann an dieser Stelle schonmal verraten, dass am Wochenende alle satt geworden sind.

Doch bevor wir uns ans Essen gemacht haben, wurde erst einmal diskutiert: zum Beispiel bei der ersten Session mit Juliane von Schöner Tag noch: Bloggen ohne Stress. Auch wenn viele Sessionteilnehmer versichert haben, sie würden sich beim Bloggen kein Stress machen machen und nur dann bloggen wenn sie Zeit und Lust haben, hab ich mich doch in Julianes Foodblogger-Stress-Erfahrungen wiedererkannt (das Essen ist nicht hübsch genug, ich hab diese Woche keine Zeit, eine Torte zu backen, etc.) Erkenntnis der Session: entspann dich, es merkt keiner,wenn du mal zwei Wochen nicht bloggst!



Bei einem Barcamp gibt es leider immer mindestens zwei Sessions, die du unbedingt besuchen willst, die dann aber parallel stattfinden. Deshalb ist auch mal Sessionhopping erlaubt. Was ich den zwei Tagen noch so aufgeschnappt habe: Backen mit Matcha und Wie entsteht ein Kochbuch von Hädecke, Süßes Grillen von Grillson, Instagram- und Twittertools mit Juliane von Schöner Tag noch und Annkathrin von Kochblog Action, der Restaurant Day mit Sabine von Siktwin, veganes Lakritz-Eis mit Denise von Foodlovin' und viele andere spannende Themen.  Und nebenher wurde gegessen. Eigentlich ununterbrochen. Denn selbst wenn man gerade eine "theoretische Session" besucht hat, wurden immer irgendwo Cupcakes verziert, Brot gebacken oder Pfannkuchen gemacht.




Außerdem hat uns auch Marcus mit seinem Team vom cooking concept in Reutlingen wieder aufs Allerbeste verköstigt.

Schön war auch, so viele neue Gesichter zu sehen und andere Foodblogger kennenzulernen - das ist immer ein Gewinn.



Am Ende des Fresskomas Wochenendes gab es wieder ein fantastisches Goddie-Bag (ich war nur ein bisschen traurig, dass der Grill von Grillson nicht dabei war).



Es war wie erwartet ein fabelhaftes Wochenende und ich freue mich jetzt schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr! Wer auch mal dabei sein will, sollte aber fix sein: dieses Mal waren alle Tickets nach 6 (!) Minuten ausverkauft!

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Mella von Marsmädchen und Jan von Jans Küchenleben für die tolle Organisation und an Marcus dafür, dass wir ihn auch in diesem Jahr nicht aus der Ruhe gebracht haben. Vielen Dank außerdem an alle Sponsoren!

Weitere Impressionen findet ihr unter #fcbr15 auf Twitter, Instagram und Facebook.

Dienstag, 3. März 2015

{Eingeladen} Das SpätzleKämp von Birkel

Vor zwei Wochen hat Birkel zusammen mit Stevan Paul von Nutriculinary ein paar Foodblogger aus Stuttgart und Umgebung zum SpätzleKämp eingeladen. Als gebürtige Stuttgarterin sollte mir das Spätzleschaben eigentlich schon längst in Fleisch und Blut über gegangen sein, aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie Spätzle gemacht habe. Grund dafür war ehrlich gesagt der Mangel an spannenden Spätzle-Rezepten, auf die klassische schwäbische Küche stehe ich nämlich nicht besonders, aber genau dieser Rezeptdefizit sollte beim SpätzleKämp beseitigt werden: macht was Kreatives mit Spätzle, war die Devise. Erlaubt ist, was schmeckt.

Die Superschanke in Stuttgart besucht man eigentlich eher zur nächtlichen Stunde und mit etwas Alkohol im Blut, aber auch um 10 Uhr morgens war die Location überraschend einladend und das Personal überraschend ausgeschlafen, wenn man bedenkt, dass die letzten Gäste erst zwei Stunden zuvor rausgekehrt wurden.



Die überaus sympathischen Gastgeber von Birkel Michael, Kathrin und Inga haben uns Bloggern zusammen mit Stevan Paul einen netten Empfang bei Kaffee oder Tee und Snacks bereitet und dann wurde es gleich schon spannend: aufgeteilt in kleine Kochgruppen durfte jedes Team ganz im Stil von Shopping Queen 300 € auf den Kopf hauen, um die passenden Zutaten für das Spätzlemenü zu besorgen. Wir waren im Glück und haben die Stuttgarter Markthalle geplündert. Nach einer Stunde Küchen-Shopping-Queen ging es an den Herd bzw. an die drei mobilen Küchen, die in der Schankstelle für uns aufgebaut wurden. Es wurde geknetet, gerührt, geschabt und gepresst und nach 2 Stunden wurden die ausgefallenen Kreationen dann auf die hungrige Meute verteilt.



Thailändisches Spätzlecurry, Spätzlepizza, Blutwurstspätzle und Schokoladenspätzle standen neben Spätzlesalat, Spätzle mit Algen und süßen Spätzleblinis auf dem Tisch. Stevan Paul stand uns beim Kochen mit Rat und Tat zur Seite und für Diskussionen zur Verfügung (Teig ohne Wasser, dafür mehr Eier), die Stuttgarter Zeitung hat nebenbei ein bisschen interviewt und fotografiert und ein professioneller Food-Fotograf hat unsere Kreationen anschließend ins rechte Licht gerückt und abgelichtet.





Den zweiten Teil des Programms – ein 3-Gänge-Menü in der Superschanke mit anschließendem Open-Dancefloor – habe ich leider verpasst, aber die Meldungen auf Twitter und Instagram sprechen für einen langen, feuchtfröhlichen Abend.

Mein Fazit: werde zukünftig wohl doch öfter Spätzle zuhause machen. Mit meinem personalisierten Spätzlebrett sollte das jetzt ja kein Problem mehr sein :)

Sonntag, 22. Februar 2015

Schinken- oder Feta-Schnecken – der allerallerschnellste Partysnack (weil man manchmal tricksen muss)

Heute verrate ich euch ein Geheimnis: natürlich koche und backe ich gerne und ich lege auch viel Wert auf die Auswahl der Zutaten, aber manchmal fehlt eben einfach die Zeit, stundenlang den Kochlöffel oder den Schneebesen zu schwingen. Und deshalb kaufe ich manchmal auch Fertigprodukte. Ha. Jetzt ist es raus. In meinem Vorratsschrank findet man aus diesem Grund nicht nur Handgeschöpftes und Selbstgemachtes, sondern auch fertiges Pesto, gekaufte Marmelade und – Asche auf mein Haupt – Instant-Kartoffelpüree. Ok, das Instant-Püree ist eine Sünde aus Studienzeiten und dient auch nicht als Maßstab für meine Küche, aber was ich damit sagen will, ist dass Fertigprodukte manchmal Lebensretter sein können.

Fingerfood, Partyfood, Häppchen, SnacksZum Beispiel wenn man Freitag abends auf einer Party eingeladen ist und dem Gastgeber versprochen hat, was Herzhaftes fürs Partybüfett beizusteuern. Dann ist bei der Arbeit aber Land unter, man kommt viel zu spät und völlig abgehetzt aus dem Büro und muss auf die Schnelle noch irgendwas Essbares zaubern. Man könnte sich natürlich ein paar Tüten Chips und Salzstangen unter den Arm klemmen und sagen "Sorry, ich hab es nicht geschafft". Oder man trickst einfach. Wie mit diesem Hefeschnecken. Die Vorbereitung dauert nur ein paar Minuten (weil der Hefeteig gekauft ist), dann nur kurz in den Backofen und einfach so tun, als hätte man das selbstgemacht (ist ja auch nicht gelogen).

Zutaten


  • 1 oder 2 Päckchen Pizzateig aus dem Kühlregal
  • Mit Fleisch: Schinken oder Salami oder Speckscheiben
  • Ohne Fleisch: Feta, gehackte Oliven
  • Oder was euch sonst noch einfällt
  • Wenn es gerade rumsteht: Oregano oder Thymian, Olivenöl


Zubereitung



Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Den Teig in 3-4 cm breite Streifen schneiden und die Streifen mit Speck oder Schinken oder Salami belegen. Oder für die Vegetarier mit Fetabröseln und geschnittenen Oliven. Oder was euch sonst noch einfällt.

Speck oder Feta ist salzig genug, dafür müsst ihr die Schnecken nicht mehr würzen. Aber vielleicht habt ihr ja noch irgendwo ein bisschen Oregano oder Thymian rumstehen.

Die Streifen zu Schnecken rollen und auf ein Backblech geben, das mit Backpapier ausgelegt wurde.
Wer ganz viel Zeit hat, kann die Schneckchen noch mit Olivenöl bestreichen oder besprühen.

Die Schnecken 15 bis 20 Minuten backen, bis sie Farbe angenommen haben.

Ich verspreche, die schmecken so gut, dass die Leute nach dem Rezept fragen. Dann könnt ihr sagen, dass auch ihr – trotz Koch- und Backkrone – ab und zu trickst und die Leute werden das sympathisch finden. Oder ihr könnt einfach lügen :)

Fingerfood, Partyfood, Häppchen, Snacks

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